Wortklaubereien: Und sie versuchten, aber es ging nicht …

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Zur letzten Überarbeitung meines Blogromans habe ich mir eine Beta-Datei zusammengestellt, in der ich all die bedenkenswerten Kommentare meiner Betaleser gesammelt habe. Bereits während ich die Datei zusammenstellte, fiel mir eines auf: Beide Perspektivträger versuchen es immer nur. Sie versuchen leise zu sein, sie versuchen nicht zu atmen oder versuchen etwas zu ignorieren.

Als ich das bemerkte, ging mir eine Szene aus einem meiner Lieblings-Disneyfilme durch den Kopf. Jene Szene, in der sich Arielle* bei ihrem Vater für die versäumte Vorstellung entschuldigt und ihr Freund Fabius ihre Abwesenheit rechtfertigt.
Fabius redet sich um Kopf und Kragen:

Also zuerst hat uns dieser Hai gejagt. Ja, äh, ja. Und wir versuchten, aber es ging nicht. Und er Grrrr! Und Wir Boaw! Aber dann kam diese Seemöve und erzählte dies und das und das und jenes.
(Synchronisation von 1989)

Und jedes Mal, wenn ich diese Szene im Kopf habe, weiß ich: Das sind all die schönen Stellen, an denen ich zwangsläufig deutlicher werden muss, sonst rede ich mich noch wie Fabius um Kopf und Kragen.

Zugegeben, dem Kontext meines Blogromans kann man letztlich entnehmen, dass die Versuche meistens fruchten. Allerdings, warum versuchen, wenn sie es doch einfach machen können? Das Machen ist es, was fehlt. Ich will keine Versucher, ich will Macher.
Also, liebe Charaktere, lasst doch die Versuche und tut einfach etwas! 😉

 

 

 

* Wer zu Arielle Erklärungsbedarf hat – so unwahrscheinlich mir das auch erscheint – dem rate ich, den Disney-Film zu schauen oder eine Tochter, Nichte oder Enkelin zu fragen. Sicherlich können diese aufklären.

Fingerübung: A-Z-Geschichte in Horror

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Als sie die Treppe hinabsteig, wusste sie es bereits: Böses lauerte hier unten.
Ceyline erreichte die unterste Stufe, die Rechte verkrampft um eine Axt geklammert. Die Pfützen im Boden spiegelten das Licht der Taschenlampe und warfen es an die feuchten Wände. Eine große Spinne husche durch den Lichtkreis und Ceyline lief es kalt den Rücken hinunter. Fünf Meter trennten sie von einem gähnenden tiefschwarzen Loch, in dem die Spinne verschwand. Gegruselt hatte sich Ceyline immer gerne, doch dies hier war blanker Horror. Heute war sie in einen dieser Horrorfilme geraten, in denen ein Freund nach dem anderen abgeschlachtet wurde. In denen nur einer am Ende übrig blieb und nur mit Glück überlebte. Jetzt stand sie hier und richtete das Licht der Taschenlampe auf das Loch. Konnte dieser Film ein gutes Ende nehmen?
Langsam hob Ceyline die Axt und ging auf das Loch zu. Monster waren real und was real war, konnte man töten. Noch verkroch es sich in der Tiefe, doch Ceyline konnte es zischen hören. Ohrenbetäubend laut zischte es und doch so leise, dass niemand außer Celine es vernahm. Plötzlich regte sich die Schwärze vor ihr und sprang auseinander. Quer in alle Richtungen sprangen Spinnen hervor. Reaktionsschnell schwang Ceyline die Axt. Spinnen krabbelten über ihre Arme, ihre Beine und ihr Gesicht. Tiefer Ekel ließ sie kreischen, ließ sie wanken und die Augen zusammenkneifen. Ungelenk, ohne etwas zu sehen, holte sie mit der Axt aus. Vor ihr wurde das Zischen lauter und Ceyline ließ die Taschenlampe fallen. Wieder und wieder schlug sie mit beiden Händen zu. X-mal schlug sie daneben, taumelte um das Loch herum und zielte auf das Zischen. Zuletzt verlor sie den Halt, doch die Axt traf ihr Ziel.

Mein Schreibmonat: April 2017

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Es ist, wie es immer ist: Planungen werden von diversen Seiten dann doch unterbrochen. Leider bin ich im April nicht ganz so gut vorangekommen, wie gehofft.

Blogroman

Vier Betaleser haben bisher Rückmeldung gegeben, drei davon habe ich in eine Sammeldatei der Betakommentare übertragen.

Monsterjäger

Die Ideen zu den Monsterjägern wachsen weiter. Entstanden sind bereits einige Szenen zum Einschreiben der Protagonistin.

Lilliy Lichtmaus

Unerwarteter Weise konnte ich eine Lilly Lichtmaus-Geschichte noch ein letztes Mal durchgehen 😉

 

Geplant für Mai:

  • Einarbeiten der Kommentare von Beta 4 (und 5).
  • Beginnen der weiteren Überarbeitung des Blogromans.
  • Weitere Planungen für die Monsterjäger mit übereinkommen, welche Figuren nun in das erste Buch wirklich hineindürfen
  • Plotten 🙂

Inspiration: RWBY – I Burn

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Aus Gründen der kindbedingten Unpässlichkeit in der letzten Woche habe ich nur ein Zwischenspiel in Form eines Videos für euch 🙂 Es ist ein Fanvideo zu der Webserie RWBY, unterlegt mit der Musik aus der Serie selbst. Musik, Kampfstil und auch Yangs Haare sind sehr passend für die Protagonsitin meines Blogromans.

 

#5books zum #WelttagdesBuches

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Heute ist also Welttag des Buches. Und es ist Sonntag, also Zeit für einen Blogpost meinerseits. Das lässt sich eigentlich toll kombinieren, könnte man denken. Ließe es auch, wenn ich nicht erst im Laufe der letzte Woche gemerkt hätte, dass wir ja schon wieder auf Ende April zugehen.
Also hatte ich für heute keinen Plan von nichts und bin deswegen heil foh, dass ich dank Twitter über den Hashtag der BartBroAuthors #5Books gestoßen bin. Man soll seine fünf Buchlieblinge präsentieren.

Dann mache ich das doch glatt. Und ich kann es mir einfach machen, denn es gibt nur einen Liebling, über den ich in meinem Blog noch nicht geschtrieben habe. Das muss ich Gelegenheit definitiv ändern 😉

Hier also meine fünf Lieblingsbücher:

Drachenzähmen leicht gemacht
Ja, eigentlich ist damit mein Buchkontingent schon aufgebraucht, denn mittlerweile sind acht Bände davon in Deutsch auf dem Markt. Aber ich finde die Reihe toll! Also startet doch einfach mal mit dem ersten Buch und bitte, erwartet nicht, dass es wirklich etwas mit den Filmen gemein hat. Hat es nicht und das ist auch gut so.

Die Buchmagier
Auch der Start einer Reihe, bei dem ich derzeit auf den dritten Band warte 🙂 Übrigens empfehlenswert für alle, die einen Hang zu etwas ungewöhnlichen Charakteren haben und Doctor Who-Fans.

Kinder des Nebels
Seit langem ohnehin einer meiner Lieblingsautoren. Und auch dieses Buch ist nur der Auftackt zu einer wirklich guten Reihe, die mich unheimlich fasziniert hat und die ich wirklich nur weiter empfehlen kann.

Der Name des Windes
Ja, auch das zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Die Art des Autoren, komplexe Inhalte so darzustellen, dass man sich als Leser wirklich richtig intelligent fühlen kann, fand ich total faszinierend.

Momo
Ungebrochen zählt es seit Jahren (Jahrzehnten?) zu meinen Lieblingsbüchern. Sowohl die Thematik als auch der Stil von Michael Ende ist einfach zeitlos (und nein, das soll kein blöder Kalauer sein ^^).

Ein paar Marketinggedanken

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Eigentlich ist Marketing überhaupt nicht mein Ding. Ich gedenke auch nicht unter die Selfpublisher zu gehen, dazu neige ich viel zu sehr zur Freigebigkeit (schließlich sollen die Leser ja vor allem Spaß beim Lesen haben) und kann mich selbst viel zu schlecht verkaufen.
Besonders Letzteres ist aber auch ein Grund, weswegen ich einen Blogroman veröffentlichen möchte. Da kann ich einfach meinen eigenen Stil für mich sprechen lassen. Und ich persönlich mag freie Inhalte im Web. Denn frei heißt ja nicht gleich, dass es Schrott sein muss. Hinter vielen freien Angeboten steckt aber natürlich auch ein Marketingkonzept.

Darüber nachgedacht habe ich nun zum ersten mal im Zuge der freien Webserie RWBY von Rooster Teeth. Nur per Zufall bin ich drüber gestolpert, dennoch hat sie sich zu der derzeitigen Lieblingsserie beider Kinder und mir gemausert. Fasziniert hat mich die Serie unter anderem wegen ihrer Musik. Mit solch rockigem Sound ist selten eine Serie unterlegt und das mag ich bekanntlich ja sehr gerne. Was tut Frau also, wenn sie eine Serie hat, die sie gut findet und dann auch noch gute Musik dabei ist? Klar, sie schaut nach, ob sie die Musik auch irgendwo auftreiben kann. Und siehe da, Amazon sei Dank konnte ich die Musik kaufen. Die DVD’s werden sicherlich bald folgen.
Sohnemann hat sich der Suche angeschlossen und noch viel mehr Merchandisingartikel gefunden. Es gibt Bettwäsche und Poster und er hat sogar die Waffen in Cosplayformat gefunden (denn welches Kind möchte nicht gerne eine übergroße Sense schwingen ^^).
In wieweit das alles noch von Rooster Teeth indiziert ist, weiß ich nicht, aber das Konzept zieht. Und es ist nicht das erste Mal, dass mir das Konzept begegnet.

Die Möglichkeiten, die das Web bietet, wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ich auf Dr. Horrible’s Sing-Along Blog stieß. Die Macher dieses schönes Musicals sind Joss Whedon und seine beiden Brüder, also musste ich es mir ansehen und es hat mir sehr gut gefallen – keine Überraschung. Noch habe ich nichts von Joss Whedon gesehen, dass mir nicht gefallen hätte. Also habe ich getan, was ich in solchen Fällen meistens tue und habe mir Musik und DVD besorgt. Ich investiere nun mal gerne mein Geld, wenn ich weiß, was ich davon habe.
Ähnlich geht es mir auch mit diversen Bands. Auf Musik kann ich nur aufmerksam werden, wenn ich sie höre. Eine meiner Lieblingsbands zum Beispiel, Lyriel, habe ich nur durch Zufall beim Stöbern entdeckt. Auf ihrer Website hatten sie viele ihrer Songs als freie Downloads angeboten und ich konnte mich einhören. Das Resultat: Sie haben einen treuen „Fan“ gewonnen, denn wenn etwas Neues kommt, kann ich darauf zählen, dass es gut ist. Und falls nicht, ärgere ich mich zwar, halte es aber nicht für rausgeschmissenes Geld. Das nächste Album wird dann bestimmt wieder besser. Ein ähnliches Prinzip verfolgt wohl auch Amazon mit seinen Prime-Angeboten. Insbesondere bei der Musik, die man sich da kostenlos anhören kann, bin ich bereits schwach geworden.

Dieses Stöbern und einen ersten Eindruck gewinnen ist übrigens auch der Grund, weswegen ich mir meine Bücher am allerliebsten in der Buchhandlung aussuche: Ich kann sie anfassen, reinschnuppern, sehen, wie es ist, bevor ich es kaufe. Und meistens habe ich ein sehr gutes Gespür dafür, welches mir gefallen könnte und welches nicht.

Sicherlich werde ich für meinen Blogroman kein richtiges Marketingkonzept erarbeiten. Dennoch ist es wohl genau der Gedanke, der dahintersteckt: Wer diese Geschichte mag, wird auch andere von mir mögen. Fehlt nur noch, dass sie veröffentlicht werden 😉

Lilly Lichtmaus und das Dickkopfkind

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Im letzten Monat habe ich mich vornehmlich den Lilly Lichtmaus-Geschichten gewidmet. Lilly Lichtmaus ist die eigens von meiner Tochter erfundene Superheldinnenfee – und da liegt das Problem.

Die erste Geschichte, die ich schrieb, brachte Töchterchen zum schmollen. In dieser Geschichte ist Lilly Lichtmaus leider ein ganz klein wenig verschnupft und Töchterchen weigert sich das gut zu finden. Lilly Lichtmaus ist eine Superheldinnenfee und die wird NIEMALS krank. Diese Geschichte will sie also gar nicht mehr hören. Aber ohne Schnupfen funktioniert diese Geschichte leider nicht.

Die nächste Geschichte war mehr nach Töchterchens Geschmack. Doch jetzt, nach der Überarbeitung, passt Töchterchen wieder etwas nicht mehr in den Kram. Lilly Lichtmaus hat doch wieder ihre richtigen Flügel und keine Roboterflügel mehr!
Äh ja. Mein Fehler. Ich hätte, Töchterchen eben keine Feenflügel zu Weihnachten schenken, sondern besser Roboterflügel. Leider funktioniert die Geschichte nicht ganz so gut, wenn Lilly keine Roboterflügel hat.

An Geschichte Nummer drei nun hat Töchterchen – zum Glück – bisher nichts auszusetzen; einmal davon abgesehen, dass ich nicht wie gefordert darüber geschrieben habe, wie Lilly Lichtmaus auf Pokemonfang geht.

Um wirklich alle neuen Ideen einzubauen, die Töchterchen so aufbringt, müsste ich wohl entschieden schneller schreiben. Aber mmerhin sersteht Sohnemann die Ironie hinter den Geschichten; ihm gefällt sie 😉