5-Minuten-Abstecher: Unterwelt

Ich habe euch ja gewarnt: Ganz schweigen kann ich nicht. Besonders, wenn ich während der Arbeit doch eine kreative Denkpause brauche.
Hier also mal wieder ein 5-Minuten-Abstecher, diesmal in die Unterwelt:

“Das soll sie sein?” Enttäuscht sah sie sich um. Sie hatte sich alles viel … entsetzlicher vorgestellt; blubbernde Lava, sprühende Vulkane, unerträgliche Hitze. Aber nicht das! „Hier gibt es ja nicht mal ein Kohlebecken, geschweige denn Feuer! Und hier soll ich bleiben?!“
„Mit Verlaub, Gnädigste“, näselte der kleine Dämon an ihrer Seite. Er hatte große gelbe Augen, eine krumme Schnauze und viel zu große Ohren, um furchteinflößend zu wirken. „das ist alles. Dies ist das sagenumwobene, unendliche Dämonenreich und Ihr seid nun die Herrscherin dessen.“
Sie betrachtete noch einmal die gähnende Leere vor sich. Alles war grau in grau, der Boden war Asche, der Himmel war Nebel. Keine Höhle mit Ketten und Gruben, keine Feuerfluss, einfach nichts. Nicht einmal andere Dämonen konnte sie entdecken. „Bei allen Dämonengöttern, wieso hat sich keiner von denen darum bemüht, es hier schrecklicher aussehen zu lassen?“
Der Dämon rümpfte die Nase. „Die Entscheidungen der Götter sind unergründlich. Zudem …“ Seine Schnauze verzog sich und er zeigte scharfe, gelbe Zähne. Sie nahm an, es solle ein Grinsen darstellen. „Halte ich es für Überflüssig, auf Euch selbst zu fluchen, Gnädigste. Immerhin seid Ihr jetzt eine Dämonengöttin.“
Sie kicherte freudlos und rieb sich die Hände. „Natürlich. Meine erste Amtshandlung sehe ich direkt vor mir.“
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