Gebt mir ein Wort: Mondfuchs

Dieses Mal war meine unabsichtliche Wortgeberin meine Tochter, als sie auf meinem Laptop den Browser entdeckte, auf dem sie manches Mal Filme anschauen darf. „Da! Der Mondfuchs!“, rief sie und sorgte dafür, dass ich die Dauer des Films über einen passenden Text zum Mondfuchs nachdachte.
Und hier ist er nun:

Götter sind allgegenwärtig, so sagt man. Manche von ihnen ignorieren uns Sterbliche, manche von ihnen schauen unserem Treiben zu. Aber manche Götter, so sagt man, wandeln von Zeit zu Zeit unter uns.
Einst erfanden die Geschwister der Monde ein Spiel. Sie nahmen sterbliche Gestalt an und vergaßen ihre Göttlichkeit. Das Spiel begann und sie suchten sich ihren Weg in der ihnen so vertrauten und doch unbekannten Welt. Nach und nach gewannen sie ihre Erinnerungen zurück. Doch während die grausame Istarr Freunde unter den Sterblichen fand und an deren Schicksal Anteil nahm, hatte der sanfte Noctyl Staa nur den Sieg vor Augen. Schließlich kehrten sie gemeinsam in die Gefilde der Götter zurück. Doch Istarr wusste, ihre Göttlichkeit bedeutete Grausamkeit und Gleichgültigkeit und all die Erfahrungen, all die Gefühle würden verblassen, bis sie sich nicht mehr daran erinnerte. So erschuf sie den Mondfuchs, ehe sie in ihr Reich zurückkehrte. Sein silbernes Fell glänzte in der Nacht und schillerte bläulich im kleinsten Funken Licht. Seine Augen waren dunkel wie das nächtliche Firmament. Stolz erhob er seinen Kopf und schwor Istarr sich in der Welt der Sterblichen zu bewegen und die Ereignisse zu ihr zu tragen, auf das sie nie vergessen würde, dass sie als Sterbliche zurückkehren wollte.

Weitere Texte zu meiner Inspirationsaktion findet ihr unter dem Tag Gebt mir ein Wort 🙂

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