Die Tücken der Sommerzeit

Wie jedes Jahr hat die Sommerzeit eine Re-Organisation mit sich gebracht. Zwar ist es keine sehr große, dennoch fällt mir merklich schwerer sie richtig umzusetzen. Durch die Sommerzeit hat sich meine Schreibzeit eine Stunde nach vorne verschoben. Stand ich vorher um 6 auf, um unseren alten Hund seinem Morgenspaziergang zu gönnen und mich dann ca. 1/2 Stunden zum Schreiben hinzusetzen, bevor auch die Kinder zum Frühstück wecken mussten, muss ich nun nach „Normalzeit“ schon 5 Uhr aus dem Bett. Das allein ist schon hart.
Nun hat sich aber unsere Hundesituation geändert. Nachdem unsere Alte Anfang des Jahres verstorben war und ich daraufhin gar nicht mehr zum Schreiben in die Pötte kam, stand fest: ohne Hund geht es nicht! Nun haben wir also zwei Junghunde im Haus; Mutter und Sohn. Zu letzterem habe ich mich überreden lassen, doch er ist derweil erstmal nur Pflegehund.
Diese zwei Junghunde lassen sich jedoch nicht mit einer kleinen Spaziergehrunde abspeisen, die wollen schon etwas länger laufen. Statt 20 Minuten bin ich nun also doppelt solange morgens unterwegs. Stünde ich nun erst um 6 auf, hieße das, nur Zeit für die Hunde. Also nochmal mindestens eine halbe Stunde früher: 5:30. In Normalzeit also schon um 4:30. Und genau da liegt der Knackpunkt, denn das ist einfach zu früh. Zu früh, um mit den Hunden vor dem schreiben spazieren zu gehen, zu früh, um es wirklich jeden Tag zu schaffen. Selbst, wenn ich mit den Kindern abends um 20 Uhr ins Bett gehe, fällt es mit schwer bereits im um 4:30 Normalzeit aufzustehen.

Jetzt kann man natürlich die berechtigte Frage stellen: warum dann nicht eine andere Zeit zum Schreiben finden? Tja, das ist mit Beruf und Familie leider nicht ganz so einfach. Abends hätte ich meist erst ab 20:30 oder noch später Zeit. Leider macht mein Hirn dann nicht mehr mit. Mein ganzer Tag ist hektisch. Auf der Arbeit leiste ich nur Kopfarbeit, die Nachmittage mit den Kindern wollen geplant werden und sich körperlich anstrengend. Mir täglich zwischendrin eine Pause zu gönnen und zu schreiben ist nicht drin – und ginge auch auf Kosten der Zeit mit meinen Kindern. Auf der Arbeit habe ich anderes zu tun. Zu Hause herrscht zu viel Chaos, zu viele drohende Unterbrechungen. Da finde ich sowieso selten Ruhe, nicht mal am Wochenende. Was bleibt also, als dieses wichtige Bedürfnis zu Schreiben dann einzuschieben, wenn ich meine Ruhe habe, mein Hirn auf Hochtouren läuft und mich niemand unterbrechen kann?
Ich muss es also weiter ganz früh morgens schaffen. Und immerhin: wenn ich aufstehe, bin ich wach. Ich brauche nicht noch Zeit, um konzentrationsfähig zu sein.

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