Fehlschlag (Sananka)

Sananka fluchte und presste sich die Hand auf die Wunde in ihrer Seite. Das Messer lag bereits auf dem Boden, doch ihr Angreifer stand noch vor ihr; ein schmächtiger Junge, der kaum erwachsen war. Sein Blick begegnete dem ihren, in seinen braunen Augen funkelte Entschlossenheit und Angst gleichermaßen, sein Mund war fest zusammengekniffen. Sananka wusste, was er vorhatte, noch ehe er eine Bewegung machte. Er bückte sich schnell und streckte die Hand aus, doch da stand bereits Sanankas Fuß auf dem Messer. „Verdammt, lass das!“, zischte Sananka und ignorierte das Pochen der Wunde, das sich zu einem stechenden Schmerz ausbreitete. „Hau besser ab, bevor ich dir richtig in den Hintern treten muss! Die paar Münzen, die ich dabei habe sind das nicht wert, glaub mir.“
Seine Augen weiteten sich als er sich langsam wieder aufrichtete, das Messer verbleib unter Sanankas Stiefel. Er schluckte, dann trat er vorsichtig den Rückzug an. Zuerst ging er rückwärts, sie nicht aus den Augen lassend. Erst, als er sich sicher genug wähnte, rannte er davon.
Sananka versuchte nicht zu tief durchzuatmen. Ihre Kleidung um die Wunde hatte sich bereits mit Blut vollgesogen. Das war nicht gut. Etwas war schief gegangen. Das hätte nicht passieren dürfen. Der Junge hätte gar nicht hier sein dürfen! „Alena, da pfuscht jemand in der Zeitlinie herum“, murmelte sie und setzte sich in Bewegung. Sie musste einen Heiler finden, diese Wunde würde sie kaum selbst versorgen können. Sie verlor zu viel Blut.

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