#wirsindtraumfaenger 7: Erzähle eine inspirierende Geschichte

Wer mir Twitter bzw. Instagram folgt hat es vielleicht schon gemerkt: In diesem Jahr habe ich Challenges für mich entdeckt. Ich mache sie nicht nur gerne mit, ich lese auch gerne die Beiträge der anderen. Sie sind inspirierend und vor allem auch motivierend. Was will man mehr?

Eine Aufgabe der derzeitigen Challenger #wirsindtraumfaenger hat mir jedoch Kopfzerbrechen bereitet. Die Aufgabe lautete: Erzähle eine inspirierende Geschichte.

Ja, was soll ich da denn erzählen? Es gibt unzähliche motivierende Geschichten. Selbst, wenn ich es auf das Thema Schreiben herunterbreche kommen da noch einige inspirierende Geschichten zutage, die ich kenne. Ich könnte die Geschichte von J.K. Rowling aufwärmen, die wahrscheinlich jeder aber kennt. Wer das „Leben und das Schreiben“ von Stephen King gelesen hat, weiß auch, dass er ein Alkoholproblem hatte und es in den Griff bekam.

Kurzum, es gibt vieles und doch nichts. Die Grübelei erinnerte mich jedoch an eine Geschichte aus meinem Studium, die in meinem Gedächtnis hängen geblieben war. Eine, die mir damals wirklich das Gefühl gegeben hat, dass es mit dem Schreiben ernsthaft etwas werden könnte: John Irving ist Legastheniker.

Zur Erklärung: Nein, ich bin keine Legasthenikerin. Wie bei einigen andere kategorisierenden Maßnahmen bin ich nur knapp daran vorbeigeschlittert. Es war (oder ist?) also nur eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, die mir auch gerne sehr schlechte Deutschnoten bescherte.

So bibliophil wie ich bin, habe ich mir nach dem Abitur trotzdem ein Studium ausgesucht, das mit Büchern zu tun hat. In meinem Studium der Bibliothekswissenschaften gab es zwangsläufig auch Kurse, die sich mit Schriftstellern und deren Literatur befassten. Und da ließ der Dozent in einem Nebensatz genau diese Tatsache fallen: John Irving ist Legastheniker. Aus meinem Studium ist nicht viel hängen geblieben, was ich in meinem Arbeitsalltag wirklich gebrauchen könnte. Aber dieser eine Satz hat es sich in meinem Gedächtnis gemütlich gemacht. Dieser eine Satz bestätigte mir, ich könnte trotz meiner Lese-Rechtschreib-Schwäche doch einfach weiter schreiben. Er unterstrich meine Einstellung, dass ich das, was ich gerne tue, einfach tun sollte, selbst wenn das Ergebnis nicht perfekt ist. Hauptsache ich mache es gerne. Und das ist doch wohl die Grundvoraussetzung für alles. Sogar für’s Schreiben.

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3 Kommentare zu „#wirsindtraumfaenger 7: Erzähle eine inspirierende Geschichte

    1. Danke für das Kompliment 😀 Technische Unterstützung und mittlerweile zwei Jahrzehte Tippübung machen es möglich.
      Handschriftlich vertauschte ich immer noch gerne Buchstaben oder verschlucke sie einfach …

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