Großes Kopfkino

Es ist der Grund, aus dem ich gerne lese und noch lieber schreibe: Mein Kopfkino 🙂 Ich liebe es einfach, wenn Figuren in meinem Kopf lebendig werden! Angefacht wird das Kopfkino bei mir aber auch sehr stark von Musik. Gerade deswegen bin ich wohl auch sehr wählerisch, was „meine“ Musik angeht. Es ist selten, dass mir etwas „einfach nur gefällt“. Ich brauche ein bisschen mehr. Ich brauche entweder einen guten Songtext im Kontext mit passender Musik oder wenigstens etwas, das meine Phantasie anregt. Ich liebe es, einfach nur da zu sitzen und Musik meine Gedanken leiten zu lassen und Ideen zu produzieren.
Und manchmal möchte ich auch visuelle Unterstützung für mein eigenes Kopfkino. Dann surfte ich auf YouTube und suche nach Fan-Videos von Computerspielen oder Animes, die ich meistens gar nicht kenne, und lasse mich mit übertriebener Kampfkunst und Effekthascherei einfach einlullen. Hauptsache das Video trifft es genau auf den Punkt. Dann sind die Szenen mitreißend, eingängig und bleiben vor allem in meinem Gedächtnis haften – dank der Musik.

So bleibt es natürlich auch nicht aus, dass es genau das ist, was ich versuche in meinen Texten einzufangen, ohne auditive Unterstützung. Denn in den meisten Fällen hat ein Schriftsteller nun einmal nicht die Möglichkeit, dem Leser auch noch die passende Musik zu präsentieren. Es bleibt also nur, all das in eine Kunstform zu bringen, die alles beinhaltet; die emotionale Komponente der Musik sowie die Atmosphäre der Szene und oben drauf auch noch die Echtheit der Figuren.
Keine leichte Aufgabe, wenn ihr mich fragt. Ob es mir gelingt, weiß ich noch nicht. Aber ich habe für mich festgestellt, dass ich mein Kopfkino gar nicht genauso zu Papier bringen muss, wie ich es selbst sehe. Ich muss es so zu Papier bringen, dass der Leser weiß, was in meinem Kopf stattgefunden hat. Dem Leser präsentiere ich also meist eine etwas realistischere Variante, als diese großen Kinoeffekte, die oft in meinem Kopf passieren. Wenn der Leser es versteht und sich einfühlen kann, hat mein Kopfkino seine Arbeit geleistet und entfacht vielleicht auch eines im Kopf der Leser.

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Ein Kommentar zu „Großes Kopfkino

  1. Dieses Kopfkino kenne ich auch. Ich habe nur nie halbwegs interessant auf Papier uebersetzen koennen. Welche Musik magst Du?

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