Jonathan

Der spontane #NaNoWriMo

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Ganz spontan habe ich mich in der letzten Woche entschieden, den diesjährigen NaNoWriMo mitzumachen.
Der National Novel Writung Month (NaNoWriMo) findet jedes Jahr statt und stellt folgende Forderung: schreibe 50.000 Worte in 30 Tagen! Und ja, da machen viele viele Autoren mit. Für mich ist es das dritte Mal.

Normalerweise bin ich nicht der Typ, der sich spontan in solch eine Aufgabe wirft. Ich wäge Dinge lieber ab und sich nur eine Woche vorher dazu zu entscheiden sieht mir rein gar nicht ähnlich. Aber dafür gibt es gute Gründe:

1. Meine bisherigen Projekte sind soweit abgeschlossen. Eines befindet sich bei Betalesern, ein anderes sogar beim Verlag. Neben den Geschichten zu Lilly Lichtmaus wäre das nächste, was ich in Angriff nehmen wollte, der zweite Band meiner Welten-Saga. Und genau dazu eignet sich der NaNoWriMo doch bestens.

2. Der grobe Plot stand bereits! Schon den ersten Band habe ich 2013 im NaNoWriMo geschrieben und dazu viel geplottet. Da mir damals noch nicht klar war, dass ich das alles nicht in einem Buch unterbekomme, habe ich also vor drei Jahren bereits viel Arbeit geleistet. Es galt nun also nur noch, den Plot etwas auszuweiten, dass ich mich in das Schreiben stürzen kann ohne den Faden zu verlieren.

3. An fast jedem Wochenende im November ist bereits ein Termin eingetragen: Schulbesichtigungen. Diese sind natürlich immer samstags vormittags und triezen dann auch zu früherem aufstehen und in die Gänge kommen. Zudem hilft es meiner Argumentation, mir nichts weiter vorzunehmen, denn übertreibe ich es an den Wochenenden, bin ich die halbe Woche später kaum für etwas zu gebrauchen.

4. Winterzeit! 😀 Ja, seit heute herrscht endlich wieder Normalzeit und das macht es mir doch wesentlich einfacher morgens meine Schreibzeit richtig auszuweiten. Ich kann also theoretisch morgens eine ganze Stunde mehr schreiben, zusätzlich noch im Zug. Damit sollte mein Tagespensum also durchaus zu schaffen sein.

Ich stürze mich dann also ab Dienstag in das Schreibvergnügen und werde auch sicher hier ab und an von mir hören lassen!

Meine Blogposts zu den anderen beiden Malen findet ihr übrigens unter NaNoWriMo 🙂

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Archiv der verlorenen Szenen: Schüler und Lehrer

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In meine Welten-Saga musste ein zusätzliches Kapitel hinein. Dies ist der Einstieg, den ich am Anfang ziemlich gut fand, der sich dann aber als üerflüssig erwiesen hat. Also kommt er in mein Archiv 🙂

Nachdem Jona mit Mo über Yjilis verborgenes Talent gesprochen hatte, geschah erst einmal gar nichts. Nach drei Tagen entschied Jona, zusammen mit Yjili deswegen zu Skji zu gehen. Sie fanden sie in ihrem Büro, die Tür stand wie immer offen. Skji hatte aus einer langen Reihe von Regalen eine Stelle ausgeräumt. Die Bücher lagen in Stapeln um sie herum. In einem weiteren blätterte sie und klappte es dann ungeduldig zu.
Noch bevor Jona an den Türrahmen klopfen konnte, um sich bemerkbar zu machen, sah Skji sie auffordernd über eine Brille mit runden Gläsern hinweg an. „Was wollt ihr beide?“
Jona wechselte einen Blick mit Yjili, dann trat sie mit entschuldigend gefalteten Händen ein. „Wir bitten vielmals um Verzeihung für die Störung, werte Skji, aber Jonathan sagte, er habe mir Euch gesprochen.“ Io hing mit riesigen runden Augen an ihrer Schulter und schien die Entschuldigung noch zu unterstreichen.
„Ich habe mit Mo gesprochen“, korrigierte Jona und stellte sich neben Yjili. Mel nahm neben ihm Platz. „Wegen Yjilis, äh, neuem Talent.“
„Wo ist der alte Wirrkopf? Solltet ihr nicht bei ihm Unterricht haben?“
„Hatten wir“, sagte Yjili. „Er hat ihn eben beendet und ist gegangen.“
„Hmm“, machte Skji und nahm die Brille ab. „Warum denkst ihr bei Yjili ein weiteres Talent entdeckt zu haben?“
„Naja, als wir das letzte Mal unterwegs waren, in diesem Fluttunnel …“
„Um Ahadog zu retten“, unterbrach ihn Yjili.
Jona nickt. „Ja, um Ahadog zu retten. Das Klettern fiel mir da so leicht. Ich habe es zuhause ausprobiert, das ging lange nicht so einfach.“
„Könnte es an Ahjens Fähigkeit der Gewandtheit gelegen haben?“ Skji sah sie forschend an, sogar die Schatten maß sie mit einem abschätzenden Blick.
Doch während Jona bei dieser Frage nur ratlos war, schüttelte sich Mel und stand auf. „Nicht in dem Maße“, sagte er.
Skji nickte. „Na schön. Gebt mir ein paar Tage Zeit. Ich werde einen Test vorbereiten – und mit Mo ein ernstes Wörtchen reden!“ Sie setzte sich die Brille wieder auf die Nase und legte das Buch auf einen der Stapel. Als sie das nächste aus dem Regal nahm, sah sie noch einmal zu ihnen. „Gibt es noch etwas?“
Jona und Yjili schüttelten gleichzeitig den Kopf.
„Dann geht euch ausruhen.“

Stöckchen: der erste Satz aus den ersten drei Kapiteln

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Eigentlich mag ich Stöckchen ja wirklich gerne 🙂 Irgendwie beantworte ich gerne Fragen. Die meisten allerdings passen nicht so wirklich in diesen Blog – entsprechend wenig Stöckchen habe ich vorzuweisen.

Nun hat mir aber Zeitzeugin ein Stöckchen zum Thema Schreiben zugeworfen. Und diese mache ich natürlich gerne!

Das Stöckchen verlang: Poste den jeweils ersten Satz (oder die ersten Sätze) der ersten drei Kapitel deines aktuellen Schreibprojektes.

Mein aktuelles Schreibprojekt ist (immer noch, auch wenn ich derzeit Schwierigkeiten habe voranzukommen) meine Weltensaga:

Kapitel 1
Der Parkplatz schwelte in der Sommerhitze, die trockene Luft stank nach heißem Gummi und Abgasen. Jona stellte sein Mountainbike in den Fahrradständer und schloss es ab.

Kapitel 2:
Jona strampelte sich ab, soweit den Berg hinauf war er noch nie gefahren – und ihm ging die Puste aus.

Kapitel 3:
Mels Stimme hallte seltsam wider. Als Jona aus dem blendenden Licht trat, erkannte er eine Höhle.

Entgegen meiner sonstigen Ambitionen, andere Blogger einfach nicht zu behelligen, denke ich aber, dass dieses Stöckchen auch anderen gefallen könnte. Und da ich nun nur eine Hand voll Autoren in meiner Timeline habe, werfe ich es diesen nun auch einfach mal zu … Wer mag, der darf. Wer nicht, der nicht 😉

Stefanie Bender
Isabella Benz
die Tipperin

Begegnungen (Jonathan)

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Jona fuhr mit seinem Mountainbike den Waldweg hinab, während Mel neben ihm herrannte. „Hast du schon einen Plan?“, fragt der Hund.
„Äh, nein, eigentlich nicht.“ Bevor der Weg steiler abfiel, bremste Jona, schlitterte aber trotzdem in die Kurve dahinter. Er riss den Lenker herum und verhinderte um Haaresbreite, dass er an die alte Stadtmauer prallte, die den Weg auf einer Seite begrenzte. Mel jaulte auf, als er zur Seite springen musste, um nicht vom Vorderrad getroffen zu werden.
„Tschuldige!“, meinte Jona und hielt ganz an. Mel schüttelte sich, es schien ihm aber nichts passiert zu sein.
„Du solltest mit deinem Hunde vorsichtiger sein!“
Jona zuckte zusammen und sah zur Mauer hinauf. Ein Mädchen mit dunkelbraunen Haaren, einem T-Shirt mit viel Glitzer und einer Knielangen Hose saß darauf und ließ die Beine baumeln. „Äh, hallo“, entgegnete Jona verwirrt.
Das Mädchen grinste und sprang von der Mauer herunter. „Auch hallo. Und du?“, wandte es sich nun an Mel, bückte sich und streckte ihm eine Hand entgegen. Mel tat, was Hunde so tun und wedelte mit dem Schwanz, als sie auf ihn zukam. „Wie heißt er?“
„Mel“, sagte Jona und unterdrückte ein Seufzen. Sie konnte ihn also sehen. Und berühren auch, denn nun kraulte sie Mel hinter den Ohren.
„Oh, du bist ein guter Junge“, säuselte sie, bevor sie sich aufrichtete und Jona ansah. „Du bist Jonathan, richtig? Ich bin Sofia.“ Als Jona sie nur verständnislos ansah, seufzte sie. „Aus deiner Parallelklasse? Wir waren letzte Woche zusammen auf dem Schulausflug.“ Nun gab sie etwas von sich, das Jona nicht verstand, das für ihn aber nach Italienisch klang, und schüttelte den Kopf. „Du erinnerst dich nicht. Schade. Ich habe dich schon oft mit deinem Hund gesehen. Er wartet ja sogar vor der Schule auf dich.“
Erst, als Mel neben ihn lief und ihn mit der Schnauze anstuppste, schaffte es Jona, die Verwunderung abzuwerfen. Sie war die erste Person hier auf der Erde – neben seiner kleinen Schwester – die Mel sehen konnte. Und so langsam erinnerte er sich auch, Sofia schon begegnet zu ein. „Ähm, ja, stimmt. Gehört deinem Vater nicht der Italiener im Lärchenweg?“
„Naja, eigentlich gehört er meinen Großeltern, aber mein Onkel leitet ihn, nicht mein Vater.“
„Oh …“
„Mein Vater ist Restaurator“, fuhr sie fort, ohne auf seine nicht sehr geistreiche Antwort einzugehen. „Aber weil ich nach der Schule im Restaurant Hausaufgaben mache, verwechseln das viele, also mach dir nichts draus.“
„Ach so.“ Zu mehr kam Jona nun auch nicht, denn Mel stuppste ihn abermals an und winselte. Erleichterung machte sich in ihm breit. Es gab ermöglichte ihm eine Ausrede, um weiter zu fahren. „Ähm, du, ich muss weiter. Mel wird schon unruhig. Er möchte noch etwas laufen.“
„Aber ihr kommt doch gerade aus dem Wald.“
Jona hob die Schultern. „Er ist ein Läufer.“
„Oh, na fein.“ Sofie grinste erst Mel, dann ihn breit an. „Vielleicht sehen wir uns morgen in der Schule, Jonathan.“
„Ja, vielleicht“, meinte Jona und lächelte. „Und Jona reicht vollkommen. Mach‘s gut!“
Jona trat in die Pedale und fuhr an der Mauer entlang, bis diese Endete und der Weg in eine Straße mündete. Erst, als sie die Mauer hinter sich gelassen hatten und Sofia außer Sicht war, fragte Jona: „Hattest du vorher schon bemerkt, dass sie dich sehen kann?“
„Hmm, eigentlich schon. Aber sie scheint mehr Interesse an dir zu haben, als an mir.“
Jona bremste scharf. „Was?!“
„Das ist dir nicht aufgefallen?“ Wenn man in irgendein ein Hundegesicht ein Grinsen hinein interpretieren konnte, dann jetzt in Mels. „Ich denke sie mag dich.“
Auch wenn er Sofie nicht mehr sehen konnte, schaute Jona über die Schulter zurück. Er wollte etwas zu Mel sagen, doch er ließ es bleiben und seufzte stattdessen. „Fahren wir nach Hause.“

Musik: Edenbridge mit „Higher“

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Das alte Spiel: Töchterchen geht eine Woche in ihre Kindergruppe, bringt eine Krankheit mit und steckt mindestens 2/3 der restlichen menschlichen Familienmitglieder an. Dieses Mal war ich die Nummer drei.

Deswegen gibt es also nur mal wieder Musik; ein Lied, für den Ansporn meiner Bewahrer in meiner Welten-Saga.

Archiv der verlorenen Szenen: Die Aufnahmeprüfung

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Aus meinem aktuellen Projekt Welten-Saga musste nun die erste Szene komplett weichen. Sie passte vom Konzept einfach nicht mehr hinein und musste geändert werden. Die Ursprungsversion wird nun in mein Archiv der verlorenen Szenen geschoben
In der Szene befindet sich der Protagonist Jonathan auf der Feenwelt und wird gerade auf seine Eignung geprüft, in die Feenakademie aufgenommen zu werden. Sein Schatten Mel – ein Hund, den im Normalfall nur er und seine Gefährten sehen und hören können – ist ebenfalls mit von der Partie. Da Jonathan allerdings mit Magie so seine Probleme hat, und um die geht es bei der Prüfung, muss er sich in dieser Version ganz schön anstrengen. In der überarbeiteten Version findet er andere Methoden, um aufgenommen zu werden 😉

Auf einem [Tisch] lagen mehrere Blumen, ordentlich nebeneinander aufgereiht, der andere [Tisch] war leer. „Wie vielen Blüten kannst du auf einmal Flügel verleihen?“, forderte Haut-und-Haar-der-Dohan ihn auf.
Jonathan trat an den Tisch heran. Gar keiner!, schoss es ihm durch den Kopf. Doch Mel setzte sich neben ihn. „Du musst dich konzentrieren, Jonathan! Hier ist es viel einfacher, die Magie der Dinge zu aktivieren, als im Haus ohne Zeit. Diese Welt sprüht nur so von Magie!“
Und Jonathan versuchte es ein weiteres Mal. Er kniff die Augen zusammen und konzentrierte sich darauf, irgendetwas zu erspüren. Als erstes erspürte er Mel und Kani, die eng mit Lilas Fähigkeit verbunden war. Doch mehr war da nicht. Er hörte das Plätschern und des Baches, er gurgelte und Jonathan fühlte sich an den Bach erinnert, den er vor dem Umzug immer hatte überqueren müssen, um Markus zu besuchen, seinen besten Freund.
„Jonathan …“
Er roch das Wasser, wie es die Luft mit Feuchtigkeit füllte und plötzlich hatte er das Gefühl, er konnte das Wasser auf der Haut spüren.
„Jonathan!“, unterbrach Mal seine Konzentration und im gleichen Augenblick höre er ein lautes Platschen, als hätte jemand einen Eimer aus dem Fenster geleert – und seine Füße waren nass.
Irritiert schaute er hinunter. „Das war gut!“, lobte Mel ihn und tapste durch eine große Pfütze um Jonathan herum. „Leider hast du nicht die Blumen schweben lassen, sondern was Wasser. Aber davon jede Menge!“
„Puh!“, sagte Haut-und-Haar-der-Dohan fast gleichzeitig, „Im-Winde, das war keine schlechte Leistung. Du hast in jedem Fall ein großes Talent für die Magie.“
Jonathan stand verwirrt da und sah erst Mel, dann die Fee an. Ihm war bewusst, dass er es geschafft hatte. Er wusste nur nicht genau, wie.
„Nur die richtige Richtung müssten wir ihm noch weisen. Deine Eltern haben Recht, dich alleine her zu schicken!“

Kleiner Denkanstoß für’s Schreiben mit den Sims3

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Ab und zu passiert es, dass ich von manchen Schauplätzen, in denen meine Geschichten spielen, nur eine grobe Vorstellung habe. Ein Umstand, der mich manchmal ins Schwimmen beim Schreiben bringt, wenn ich nach Details suche – und sie einfach nicht finde.

In solchen Fällen bin ich froh über eines meiner liebsten Computerspiele, die Sims. Es ist nicht nur gut dazu zu gebrauchen, mal zu sehen, wie meine Figuren aussehen könnten, es eignet sich auch hervorragend dazu, mal etwas mehr Klarheit in die Schauplätze zu bringen.
Natürlich lässt sich nicht genau umsetzten, wie meine Vorstellungen genau sind, natürlich stimmen die Proportionen nicht genau mit der Realität überein und natürlich gibt es noch so viel Kleinkram, der in einem doch begrenzen Spiel einfach nicht vorhanden ist. Aber es geht ja auch nur um Inspiration.

Ich präsentiere also: Aus meiner Welten-Saga, Jonathans Zimmer 🙂

Jonathans Zimmer 01
Jonathans Zimmer 01
Jonathans Zimmer 02
Jonathans Zimmer 02