Musik: Van Canto „Voices Of Fire“

Dieses Mal hat Van Canto es geschafft 🙂 Schon das letzte Album mochte ich sehr. Doch dank des neuen Albums „Voices of Fire“ habe ich seit langem endlich wieder ein kleines Feuerwerk an Gedanken und Ideen im Kopf; etwas, dass ich leider schon sehr lange nicht mehr hatte. Es schwellt voll Harmonien, Stimmen und gesanglichem Durcheinander. All das liebe ich! Und all das mit vernünftigen Texten und einem Chor unterlegt, ist einfach ganz genau die richtige Inspiration!
Das Album hat mich auf neue Ideen gebracht und alte Geschichten wieder angestoßen. Mein liebster Bösewicht ist wieder auf der Bildfläche erschienen und das gleich in zwei Liedern. Ein Weiteres warf ein neues Licht auf den Konflikt, dem sich die Wächter der Zeit stellen müssen. Meine „Wandernden Seelen“ wurden auferweckt und ich musste mir ganz ernsthaft einige sehr wichtige Fragen stellen: Warum haben meine Barden eigentlich keine eigenen Geschichten? Warum ist Myco bestenfalls bei der Drachenelfe dabei? Warum habe ich mich noch nie näher mit Fajella beschäftigt? Und warum darf eigentlich meine kleine dicke Sängerin Jessaa nicht auch mal ein richtiges Abenteuer erleben?
Gerade auf meine Barden muss ich unbedingt bald näher eingehen. Noch weiß ich nicht wie und wo oder wann. Aber auch sie bekommen ihre eigenen Geschichten. Sie haben sie verdient!

Für einen kleinen Eindruck, hier die erste Auskopplung aus dem Album: Bardcall.

PS: Übrigens wurde das Album gleichzeitig mit dem dazugehörigen Fantasy-Roman veröffentlich: Feuerstimmen von Christoph Hardebusch.

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Prophezeiungen (Sinia / Thrax)

Lange hatte Sinia auf die Gelegenheit gewartet, diese Bibliothek betreten zu können, das Archiv der Todesbotin. Die Gelegenheit hatte sich niemals ergeben, da hatte erst die Notwenigkeit kommen müssen. Leider hatte sich Sinia mehr erhofft.
Müde klappte sie das Buch zu. Eine Staubwolke wirbelte auf, glitzerte im letzten Licht des Tages und kitzelte sie in der Nase. Seufzend erhob sie sich, schob die beiden Bücher beiseite, um Platz auf dem bereits überfüllten Tisch für die nächsten zu schaffen, und nahm das nächste Regal in Augenschein. Die Bibliothek war nicht groß. Sie war einen Liebhaber geschuldet, der behauptete, die Todesbotin spräche zu ihm. Die Umstände seines Todes waren jedoch weit weniger mysteriös, als seine Prophezeiungen – doch nach diesen suchte Sinia. Die Dämonen wandelten auf Quyrillia. Was lag da also näher, als sich mit den angeblichen Spinnereien eines von der Dämonengöttin Besessenen zu beschäftigen? Sie waren versteckten Notizen, die er sich gemacht hatte; Anmerkungen zu Passagen in Büchern, die er auf kleinen Zetteln zwischen den Seiten hinterlassen hatte. Die meist krakelige Handschrift war schwer zu entziffern, aber langsam hatte Sinia den Dreh heraus. Vielleicht fand sie so endlich, wonach sämtliche Magier Quyrillias suchten: Einen Weg, die Dämonen zu verbannen.
Zwei weitere Bücher blätterte Sinia durch, nahm die wenigen Notizen zur Hand, las die Passagen, auf die sie sich bezogen und entzifferte die Worte auf den Zetteln. Der raum wurde dunkler und ihre Augen schmerzten. Gerade, als sie die Öllampen entzündete, die dem Raum zumindest wieder genug Licht gaben, hörte sie Stimmen hinter der Tür. Die eine gehörte dem Hausangestellten, der Sinia im Auftrag der Baronin hier her gebracht hatte. Die andere Stimme war dunkel und weich. Konnte es sein?
Die Tür öffnete sich und der Hausangestellte führte einen hochgewachsenen Mann mit dunklen Haaren und Augen herein. Sinias Herz machte einen Sprung. Er war es wirklich! Er wirkte älter und ernster, als sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Seine Wangenknochen zeichneten sich deutlicher ab, als noch vor einigen Jahren, doch er sah noch immer gut aus.
»Lady Sinia Eren zu Lanthan«, setzte der Hausangestellte an. »Lord Thrax von Selthven wünscht …«
»Wir kennen uns«, unterbracht Thrax ihn und würdigte ihn keines Blickes. Stattdessen sah er Sinia an und verneigte sich knapp. »Es freut mich Euch wiederzusehen.«
Sinia gab dem Hausangestellten einen Wink. »Meinen Dank! Bitte teilt doch der Baronesse mit, dass ich Ihr Angebot annehmen und im Gästetrakt nächtigen werde.«
Der Hausangestellte verschwand mit einer tiefen Verbeugung und schloss die Tür hinter sich. Kaum war er gegangen, setzte Sinia ihr entzückendstes Lächeln auf. »Thrax, ihr seht gut aus! Die vergangenen Jahre konnten Euch nichts anhaben!«
Er musterte sie, doch sein Lächeln war nur schwach. »Euch scheint es gut ergangen zu sein.«
Sinia kicherte. »Das ist nicht zuletzt unserem guten Koch zu verdanken. Aber ihr scheint ebenfalls nicht viel Zeit in der Sonne zu verbringen.«
Jetzt wurde sein Lächeln zynisch, doch statt dazu etwas zu sagen, sah er sich in der Bibliothek um. Die Zeit für belanglose Plaudereien war um. Dafür war er ohnehin nie zu haben gewesen. Nicht während ihrer gemeinsamen Studien auf der Magierschule, noch während der Prüfungen zum Erzmagier. Derzeit hatte er noch weniger Grund, sich damit aufzuhalten. Sinia entsann sich, dass seine Grafschaft an einem der drei Risse zur Dämonenwelt lag. Er musste sich bereits länger mit dieser Plage herumschlagen, als der Rest Quyrillias. »Nun«, nahm Sinia den gedanklichen Faden auf, »was führt Euch hier her? An den Rand des Südmeeres?«
»Vermutlich der gleiche Gedanke, wie Euch«, entgegnete er. »Ich hätte mir denken können, Euch hier vorzufinden.«
»Wo sollte die führende Erzmagierin der Dämonengilde gerade sonst sein, als auf Forschungsreise? Gerade jetzt?« Sinia zwinkerte.
»Habt ihr bereits Erkenntnisse?«
»Leider nicht.« Sinia seufzte und deutete auf die auf dem Tisch gestapelten Bücher. »Ich bin mir sicher, Lord Teren hat eine alte Prophezeiung mit seinen Anmerkungen versehen, in der es über die Rückkehr der Dämonengöttin ging. Er überfiel mich damit am ersten Tag, nachdem ich als Gildenoberhaupt eingesetzt wurde.« Der Gedanke an den alten, akkurat gekleideten Mann, dem man seine Besessenheit nicht auf den ersten Blick ansah, der sie jedoch so massiv belästigte, dass sie ihn hinauswerfen ließ, ließ sie müde Lächeln. Hätte sie damals bereits gewusst, was sie heute wusste, hätte sie ihm wenigstens zugehört. »Er sprach von einer Dämonenplage. Er hatte sogar das Buch mitgebracht, doch ich erinnere mich nicht genau, um was es ging.«
»Dabei kann ich Euch zur Hand gehen.« Sein Gesicht spiegelte nicht wider, was er dachte. Es schien gleichgültig und ausdruckslos zu sein. »Ich weiß, wie wir die Risse schließen und die Ankunft der Dämonengötter verhindern können.«

Inspiration: Van Canto – „The Oracle“

Wer isst was?

Es ist wieder Ostern. Jedes Ostern muss ich mein Kopfkino in Zaum halten, wenn es ums Essen geht. Oft ist die Rede von traditionellem Osteressen, wozu etwas gehört, dass in mir richtig Ekel aufsteigen lässt: Lamm. Als Vegetarierin esse ich ohnehin kein Fleisch, doch allein die Vorstellung, ein Lämmchen zu essen finde ich einfach nur schauderhaft. Das ist es aber sicherlich nicht, was ich hier im Blog thematisieren möchte, denn hier geht es ja ums Schreiben. Und diesbezüglich kommt mir jedes Ostern die Erkenntnis, dass meine Charaktere was das Essen betrifft, lange nicht so pingelig sind, wie ich.
Also stelle ich einfach einmal die Frage nach dem Lieblingsessen 😉 Das ist allerdings nicht bei allen so einfach zu beantworten.

An sichersten bin ich mir, was das Lieblingsessen angeht, bei Lailah. In nicht gerade gut betuchten Verhältnissen aufgewachsen, war das größte für sie immer der Honigkuchen ihrer Mutter. Von daher dürfte ihr Lieblingsessen mit Sicherheit Honigkuchen sein.

Mika ist was das Essen angeht sehr praktisch veranlagt; sie nimmt, was da ist. Als Halbelfe, Heilerin und Waldläuferin ist das aber sicherlich nicht anders zu erwarten. Nur eines weiß ich bei Mika ganz sicher: Sie liebt Äpfel, frisch vom Baum.

Ich bin mir auch recht sicher, was Baienvy gerne isst. Sie ist definitiv ein Fleischfan, aber ich denke am allerliebsten mag sie Geflügel. Und als Herzogin sind sicherlich Spezialitäten wie Täubchen oder Wachteln angebracht.

Dummerweise ebenfalls in Richtung Fleisch dürfte Alena gehen. Sie isst gerne feine Sachen, also dürfte da ein feines Fleischgericht in Frage kommen. Da sich aber meine Kenntnisse über Fleischgerichte in Grenzen halten, wie ich nicht mehr, als dass sie gerne zartes Fleisch mag – ich fürchte ja, dass es etwas wie Lamm sein dürfte. Was genau kann ich aber sicherlich nicht sagen – und mag ich mir garnicht vorstellen.

Nuora liebt es süß, sehr süß. Datteln in Blätterteig mit Honig (wie immer so etwas auch heißen mag) sind sicherlich ganz nach ihrem Geschmack.

Wenn ich mich recht entsinne habe ich sogar in der Malerin der Toten das Lieblingsessen von Eske eingebracht: Flusskrebse mit Rübengemüse.

Ebenfalls sehr sicher bin ich mir bei Thrax, denn den habe ich in einem Gespräch nach seinem Lieblingsessen gefragt – zumindest zu seinen Lebzeiten. Seine Antwort: Hasenbraten.

Auch Winters Geschmack kann ich als einer der wenigen meiner Herren benennen: Räucherfisch. Ob kleine Sardinen oder gleich eine ganze Forelle dürfte wohl egal sein. Nur mit Lachs hat er es nicht so.

Wer seltsamerweise wirklich kein Lieblingsessen hat, ist Sananka. Dabei sagt Sananka niemals nein, wenn ihr etwas angeboten wird. Doch das ist wohl schlicht der Tatsache geschuldet, dass sie lange Zeit einfach nur froh war, wenn sie überhaupt etwas zu essen bekam. So isst sie einfach alles und überlegt sich hinterher, ob es schmackhaft ist oder nicht.

Bei allen anderen habe ich leider nichteinmal den Hauch einer Ahnung, in welche Richtung die Leinspeise gehen könnte 😉

Warten (Thrax)

Stille umgab ihn. Das einzige Geräusch war das Rascheln des Papiers, wenn er eine Seite umblätterte. Doch auch dieses war seit geraumer Zeit verstummt. Thrax starrte auf die Seiten, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Er wartete. Bereits seit Jahren wartete er. Sein Zeitvertreib spornte ihn schon lange nicht mehr an. Oft hatte er sich gefragt, ob er zu ihr gehen sollte; ob die Entscheidung, sie gehen zu lassen, falsch gewesen war. Doch er hatte ihr all die Zeit versprochen, die sie brauchte. Und seine Versprechen pflegte er zu halten. Sie würde sich erinnern, früher oder später, doch sie würde sich erinnern.
Das entfernte Kratzen von Krallen auf dem Steinboden riss ihn aus seinen Gedanken. Ein Murmeln, ein gelber Lichtfunke und die Tür hinter ihm öffnete sich. Ein kleines, affenähnliches Wesen krabbelte herein und sprang auf Thrax‘ Schreibtisch. Die Seiten knirschten unter der Bewegung des Kobolds. In den klauenbewegten Fingern hielt er einen versiegelten Brief. Thrax nahm ihn entgegen. Ohne, dass er noch etwas sagen musste, verschwand der Kobold hinaus. Lediglich die Tür blieb offen stehen und ein ärgerliches Glucksen drang aus dem Gang dahinter herein. Alaralién hätte ihn gescholten, den Kobold so zu behandeln. Sie hatte in Loocyl immer mehr gesehen, als nur einen Dämonen. Für sie war Loocyl ein kleines Tier gewesen. Ebenso dachte Mikayirell.
Thrax warf einen Blick auf den Brief und öffnete ihn. Allein die Handschrift sagte ihm, es ging um Imiak. Mit einem tiefen Seufzen erhob Thrax sich und nahm eine kleine Kiste von einem der Regale, die eine Wand des Raumes völlig einnahmen. Sorgsam stellte er die Kiste auf den Schreibtisch und hob den Deckel. Darin befanden sich zahlreiche solcher Briefe. Alle enthielten Nachrichten über Imiaks Treiben. Hier entführte er einen alten Mann, der angeblich Thrax‘ Mentor gewesen war, dort versuchte er an dieses Kind in der Magierakademie heranzukommen, dass Thrax vor Mikayirells Augen entlarvt hatte. Alles Bemühungen, seine Aufmerksamkeit zu erregen und ihn zu konfrontieren. Doch den Gefallen tat ihm Thrax nicht. Imiak zu verwandeln war ein Fehler gewesen, den er irgendwann würde bereinigen müssen. Vorausgesetzt seine Spielchen würde Imiak nicht vorher einen Pflock ins Herz einhandeln. Thrax schloss die Kiste und stellte sie wieder an ihren Platz. Direkt daneben stand eine ähnliche Kiste. Thrax blieb mit dem Blick daran hängen. Sie enthielt weit weniger Nachrichten, Informationen zu Mikayirells Befinden.
Der Luftzug wehte ein paar vergilbte Herbstblätter aus dem Dunkel hinter der Tür herein, als Thrax sich wieder an seinen Platz setzte. Es half nichts. Er musste warten.

Within Temptation – Stairway To The Skies

Und wieder Mal ist es Zeit für einen musikalischen Lückenfüller. Da habe ich zig Ideen, welche Beiträge ich schreiben könnte; von Szenen, die mir im Kopf herumschwirren, über einer Abhandlung der Parallelen meiner Ideen zu Serien bis hin zu simplen handwerklichen Dingen. Aber auch, wenn mir so viele Dinge einfallen, es fehlt doch an der Zeit, sie aufzuschreiben. Ein kaputter Laptop und der erwartete Nachwuchs machen das gerade nicht einfacher.

Also gibt es heute wieder nur Musik, in der Hoffnung, dass ich die nächste Woche überstehe und mich im Urlaub zeitlich besser ausbreiten kann. Dann klappt das auch wieder mit dem Blog 🙂

Und da zu einem meiner kleinen gedanklichen Abstecher in meine Welt die inspirierende Musik das letzte Mal noch nicht verfügbar war, hole ich das nach.
Beitrag zum Lied: Thrax: Nach dem Ende

Within Temptations – Stairway To The Skies

Thrax: Nach dem Ende

Er erinnerte sich nur noch an eine Explosion aus magischer Energie, gleißend und doch zugleich schwarz, als es die Gestalt Azno Dyes‘ zerriss. Dann schwanden seine Sinne und alles war vorüber. Der Tod war das Einzige, das ihn erwartete und mit dem er jetzt etwas bewirken konnte.
Als Thrax erwachte, wurde er sich seiner Umgebung nur langsam bewusst. Er lag auf Steinen, einer lastete schwer auf seinem Arm, doch er spürte keine Schmerzen. Der Geruch von Asche und Rauch lag in der Luft. Zwei Stimmen drangen zu ihm hindurch; sie gehörten den anderen Erzmagiern, jene, die an seiner Seite gestanden hatten. Sinia und Ethall, sie sprachen erschöpft und aufgeregt gleichermaßen.
„Wir können sie nicht einfach hier liegen lassen.“ Sinias Stimme zitterte, ungewöhnlich für die stemmige Frau.
„Und wie sollen wir sie mitnehmen? Enjo kann kaum laufen und redet nur noch wirr“, gab Ethall zurück. Er versuchte die Ruhe zu bewahren, doch Thrax roch die Angst, die an ihm klebte, als fürchte, er Azno Dyes erscheine gleich erneut aus der Dunkelheit.
„Wir können sie nicht hier lassen!“
„Sie sind tot!“ Ethalls Ruhe war dahin, aber Sinia blieb stur. „Dann bleibe ich hier! Du kannst mit Enjo alleine die Kaiserlichen Truppen herholen, ich jedoch werde nicht mit ansehen, wie die Ratten Thrax und Mirien auffressen! Sie starben dafür, Cyrillia zu retten!“
Ethall sprach leiser auf Sinia ein, doch Thrax hörte nicht mehr zu: Sie hielten ihn für tot. Er hatte selbst nicht geglaubt, das zu überleben. Aufmerksam lauschte er in sich hinein. Nichts. Kein Schmerz, kein Herzschlag; er atmete nicht einmal. Nein, sein Leben hatte Azno Dyes ihm bereits vor Monden genommen und ihn mit dieser Existenz bestraft, nicht tot und nicht lebendig. Thrax hatte angenommen, sie ende mit der Verbannung Azno Dyes. Er hatte sich geirrt.
Die Stimmen waren verstummt, Stille hatte sich ausgebreitet. Thrax öffnete die Augen und fand sich allein unter der großen Kuppel. Dunkelheit umgab ihn, lediglich das Licht der Sterne erleuchtete die weitläufigen Wiesen, die er hinter den Säulen erkannte. Die Geschwister der Nacht hatten ihre Gesichter von dem heutigen Geschehen abgewendet. Die Säulen, die die Kuppel hielten waren brüchig, die Wucht der Verbannung hatte ihnen zugesetzt. Er hörte das knirschen, mit dem sie in jeder Sekunde weiter nachgaben. Mühselig befreite Thrax seinen Arm aus den Trümmern und erhob sich. Er konnte Sinia, Ethall und Enjo in der Ferne sehen. Sie gingen den Lichtern der Truppen entgegen, die außerhalb des Schutzkreises hatten warten müssen. Niemand hatte das Ritual stören dürfen, nichteinmal Wächter oder Heiler. Am Fuße einer gesplitterten Säule fand Thrax Mirien. Ihre Glieder waren verdreht, ihre dunkle Haut mit tiefen Wunden überzogen und ihr hübsches Gesicht nur noch Fleischfetzen. Ihr magischer Schutzwall musste unter der Wucht des letzten Ansturms zerbrochen sein.
Es krachte hinter ihm, Steine brachen zusammen. Die Säulen hielten dem Gewicht der Kuppel nicht mehr lange stand. Langsam verließ auch Thrax den Platz, doch er folgte nicht den anderen. Er wollte niemanden sehen. Die Heiler würden ihn untersuchen und er wollte niemandem erklären müssen, weswegen sein Herz nicht schlug. Sollten sie ihn für tot halten. Er hätte es ohnehin sein sollen.

Inspiration: Within Temptation – Stairway To The Skies

Leider ist das Lied noch zu neu, um ein vernünftiges YouTube-Video ausfindig zu machen. Ihr müsst euch demnach mit dem Text begnügen 😉

Seven seconds to the rise
Can’t believe I’m still alive
And heaven was waiting for me
I thought this would be the end
But I know you’ll understand
All that is keeping me here

I dream of a stairway to the skies
My angel is coming down from heaven to take me
I reach out but then you fade away
Whenever you call for me
Know that I’m only one step behind

My senses tell me I have changed
But one this still remains
I’m torn and the hate’s still aching
I slowly start to realize
We won’t reunite
I still have to march on through

I dream of a stairway to the skies
My angel is coming down from heaven to take me
I reach out but then you fade away
Whenever you call for me
Know that I’m only one step behind

Is it a curse or a virtue?
Have I been blinded by regret?
Perdition awaits
My soul is at stake
Will I find a stairway to the skies in the end?

I dream of a stairway to the skies
My angel is coming down from heaven to take me
I reach out but then you fade away
Whenever you call for me
Know that I’m only one step behind
Know that I’m only one step behind

Thrax‘ Stimme

Wie schon bei Jarek war es bei Thrax (bzw. Jylian) etwas schwierig wirklich herauszufinden, wessen Stimme ich da eigentlich im Kopf habe, sobald er ins Spiel kommt.

Eine lang ersehnte DVD hat mich endlich darauf gebracht: Er hat die Stimme des Biest.


Quelle: The Disney Wiki

Der Film ist einer meiner Liebsten und eigentlich wundert es mich nicht, dass mein liebster Böse wie Jarek die Stimme von jemandem erhalten hat, der mich durch die Hälfte meiner Kindheit begleitet hat – Altlasten eben 😉
Der Synchronist heißt Matthias Freihof und es scheint, als sei dies wirklich die einzige Synchronisation, die er jemals gemacht hat. Allerdings ist er wohl im deutschen Fernsehen als Schauspieler öfter mal zu bewundern.

Mal von dem ganzen Film und vorallem den Songs aus dem Film habe ich keine richtige Stimmprobe finden können, aber für Thrax existiert noch zusätzlich eine andere Singstimme, als die des Biest: Angelzoom – Into My Arms

Die Sängerin ist genau jene, die Inspiration für Mikas Stimme war. Der Sänger gehört zu der Band Roedernallee, aber auch von denen habe ich nicht mehr, als diesen einen Titel finden können.

Thrax Stimmen fundieren also wirklich nur auf Einzelfunden 😉