Was mir der #NaNoWriMo2016 gebracht hat

Was nehme ich aus dem NaNoWriMo dieses Jahr eigentlich mit?
Ich muss gestehen, ich glaube, diese Frage habe ich mir danach noch nie gestellt. Die bisherige Antwort war einfach: ein fast fertiges Buch. Das ist es auch dieses Mal. Aber da sind noch ein paar andere Erkenntnisse gewachsen.

So lange ich mit dem Zug zu meinem Brotjob pendeln muss, habe ich eigentlich immer Zeit zum Schreiben. Was aber dennoch nichts daran ändert, dass ich diese Zugschreiberei hasse. Deswegen führe ich das nicht als reguläre Schreibzeit ein. Außerdem ist der Zug derzeit wirklich meine einzige Möglichkeit, auch Bücher zu lesen. Zuhause fehlt mir da leider meistens die Konzentration.
Aber sollte ich wirklich mal in den Konflikt geraten, einen Termin einhalten zu müssen, weiß ich, dass ich diese Puffer nutzen kann.

Onlinekommunikation kostet Zeit. Ich hätte so gerne mehr mit den anderen Teilnehmern in meinem Autorenforum geplaudert und ausgetauscht, mich mehr mit deren Werken beschäftigt und mich vielleicht auch endlich mal in der NaNoWriMo-Community noch genauer umgeschaut. Aber das kostet Zeit, die ich schlicht während des NaNoWriMo nicht erübrigen kann. Vielleicht dann, wenn die Kinder etwas pflegeleichter sind.

Es tut mir nicht weh, mit den Kindern um acht ins Bett zu verschwinden. Ein bisschen Zeit für mich habe ich dann noch, wenn ich mir vielleicht noch eine (halbe) Folge einer Serie auf dem Handy per Stream anzuschauen – eben, bis ich merke, dass ich lieber schlafen möchte. Dadurch habe ich weit weniger den morgendlichen Kampf, auch wirklich aufzustehen, weil ich schreiben möchte.

So gehe ich dieses Mal also mit 51.045 Worten und ¾ des Plottes aus dem NaNoWriMo heraus und werde das Buch hoffentlich in den nächsten Wochen erst einmal zu Ende schreiben. Damit wäre auch der zweite Band von meiner Weltensaga geschrieben 🙂 Dank NaNoWriMo!

#NaNoWriMo2016: Gewonnen!

Manchmal kann es doch so schnell gehen. Gestern morgen saß ich da und starrte mit nahenden Kopfschmerzen und steifem Nacken auf das Manuskript auf meinem Laptop. Es fehlte noch knapp 2.400 Worte. Mein Tagesschnitt an Werktagen war ca. 2.000, der an den Samstag leider doch weniger. Doch ich wusste, am Sonntag hätte ich keine Zeit zum Schreiben und wollte ich den Sieg wirklich bis Montag herauszögern? Obwohl ich doch diese letzten Worte, bis zum Ziel, in den zwei Stunden Fernsehzeit der Kinder schaffen konnte … Nein! Also musste ich abwägen: Einen gemütlichen Platz in meinem Wohnzimmersessel, mit dem ich vielleicht den Kopfschmerzen entgehen konnte, aber Ultrabeschallung von allen Seiten hatte, die sogar mit Kopfhörern schlecht abhalten konnten. Oder einen unbequemen und ruhigen Platz im Schlafzimmer, um mich wenigstens konzentrieren zu können, der aber sicherlich letztlich Kopfschmerzen heraufbeschwören würde.
Meine Wahl fiel auf die Ultrabeschallung, denn das Letzte, was ich wollte, war noch einen Tag mit Kopfschmerzen verbringen zu müssen. Also saß ich da und klickte jede klassische Musik beiseite, die mit mein Mediaplayer bescherte, denn nur Metal war in der Lage, mich einigermaßen von Fernseher, Kindern und einem an seinem PC plaudernden Mann abzuschotten. Und siehe da: Es klappte! Zwar schielte ich immer wieder auf die Wortzahl, um abzuwägen, ob ich mit der nächsten Szene, vielleicht das Ziel erreichen würde. Doch nein. Es wurden zwei Szenen, drei und eine vierte. Und dann, plötzlich, wurde ich am Ende der vierten Szene belohnt: 50.090 Worte! Ich hatte es geschafft! Ich hatte meinen dritten #NaNoWriMo bestritten und gewonnen!

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Und jetzt freue ich mich darauf, den Montag einfach Schreibfrei zu machen und danach einen angenehmeren Rhythmus anzunehmen, bei dem ich nicht jeden Tag meinen Laptop mit in den Zug schleppen muss! Denn mein Manuskript will schließlich noch fertig werden 🙂

#NaNoWriMo2016: Warum tue ich mir das an?

Nachdem nun bereits ⅔ des NaNoWriMo um sind und ich auch feststelle, dass mir allmählich die Luft ausgeht, muss ich mir doch die Frage stellen: Warum tue ich mir das eigentlich an? Warum versuche ich, 30 Tage lang in allen möglichen freien Minuten ein paar Worte zusammenzukratzen um dann am Ende mit mindestens 50.000 Worten dazustehen?

Eigentlich gibt es dazu gleich zwei Antworten 🙂

1. Es ist ein Test für mich selbst, wie viel Zeit ich eigentlich wirklich zur Verfügung habe, wenn ich sie mir wirklich nehme. Und ja, es ist mehr, als gedacht. Zwar schieße ich nicht wirklich oft über 2.000 Worte am Tag hinaus, aber es gibt wirklich nur einen einzigen Wochentag, an dem ich bisher das Tagespensum von 1.667 Worten nicht geschafft habe: Samstags.
Im Großen und Ganzen ist das aber durchaus verkraftbar. Und ja, ich habe trotzdem zwischendrin sogar noch ein kleines Bisschen Zeit in die Glotze zu starren und dabei zu stricken.

2. Es ist das Konzentrieren auf eine einzige Sache und das tut gut! Ich kann mich diese 30 Tage einfach ganz auf das Schreiben einlassen und tue einfach mal nichts anderes. Klar, ich habe noch andere Hobbys und wenn ich mein Tagespensum am Morgen schon erledigt habe, kann ich am Nachmittag/Abend ein paar Minuten noch lesend oder strickend verbringen. Aber das Hauptaugenmerk liegt genau dort, wo ich es nun brauche und haben möchte: beim Schreiben.

 

Stand 20.11.2016: 37.184 Worte

#NaNoWriMo2016: Vom Durchhaltevermögen

Kaum ging es in die zweite Woche, würde mein Durchhaltevermögen gleich auf die Probe gestellt. Da wurde Töchterchen krank und übergab sich den ganzen Tag und eine halbe Nacht, der Mann kränkelte auch und Sohnemann tat so leidend, dass man den am liebsten auch gleich zuhause gelassen hätte – wäre da nicht die Ansteckungsgefahr größer gewesen, als derzeit in der Schule. Trotzdem habe ich gearbeitet und geschrieben, war einkaufen und habe mich sogar noch zu meinem wöchentlichen Mini-Sport gezwungen.
Leider nimmt es mir mein Körper irgendwann übel, wenn die zu lange auf Hochtouren arbeite, und verordnet mir „Zwangsruhe“ dank Kopfschmerzen.

Doch trotz der ansträngenden Woche habe ich es geschafft, mein Pensum einzuhalten. Und genau das werde ich heute auch noch schaffen. Heute sind alle wieder gesund und morgen geht der normale Alltag weiter. Da klappt’s auch mit dem Schreiben ohne Krampf.

 

Stand 13.11.2016: 23.953 Worte

#NaNoWriMo2016: Mein Start

Um ehrlich zu sein: Ich hatte schon weit bessere Starts. Dank einer ziemlich dummen Weckerpanne meinerseits habe ich die ganze Stunde glatt verschlafen, die ich durch die Zeitumstellung wieder gewonnen zu haben glaube. »Verschlafen« ist etwas, dass mir nur sehr selten passiert. Normalerweise sorgen entweder meine Innere Uhr, mein Hund oder meine Kinder sehr zuverlässig dafür, dass ich rechtzeitig wach werde. Dieses Mal hat sich niemand gemeldet.
Dennoch habe ich es erfolgreich geschafft am 1. November noch mein Soll zu schaffen und 1.700 Worte zu tippen. Ein Hoch auf Handys, Laptops und Zugfahrten zur Arbeit!

Danach lief es eigentlich gut, ich habe jeden Tag mein Soll geschafft – sogar am Freitag, wo Töchterchen meinte, mich nicht früh morgens zum Schreiben aufstehen zu lassen, weil sie schmusen musste und ich todmüde noch abends schreiben musste, und dem gestrigen Samstag, der dank unerwartetem Kinderbesuch doch weit stressiger wurde, als gedacht. Aber damit muss man umgehen.
Nur heute habe ich noch kein Soll erfüllt. Aber daran werde ich mich jetzt gleich setzten 🙂

 

Stand 6.11.2016: 11.654 Worte

Der spontane #NaNoWriMo

Ganz spontan habe ich mich in der letzten Woche entschieden, den diesjährigen NaNoWriMo mitzumachen.
Der National Novel Writung Month (NaNoWriMo) findet jedes Jahr statt und stellt folgende Forderung: schreibe 50.000 Worte in 30 Tagen! Und ja, da machen viele viele Autoren mit. Für mich ist es das dritte Mal.

Normalerweise bin ich nicht der Typ, der sich spontan in solch eine Aufgabe wirft. Ich wäge Dinge lieber ab und sich nur eine Woche vorher dazu zu entscheiden sieht mir rein gar nicht ähnlich. Aber dafür gibt es gute Gründe:

1. Meine bisherigen Projekte sind soweit abgeschlossen. Eines befindet sich bei Betalesern, ein anderes sogar beim Verlag. Neben den Geschichten zu Lilly Lichtmaus wäre das nächste, was ich in Angriff nehmen wollte, der zweite Band meiner Welten-Saga. Und genau dazu eignet sich der NaNoWriMo doch bestens.

2. Der grobe Plot stand bereits! Schon den ersten Band habe ich 2013 im NaNoWriMo geschrieben und dazu viel geplottet. Da mir damals noch nicht klar war, dass ich das alles nicht in einem Buch unterbekomme, habe ich also vor drei Jahren bereits viel Arbeit geleistet. Es galt nun also nur noch, den Plot etwas auszuweiten, dass ich mich in das Schreiben stürzen kann ohne den Faden zu verlieren.

3. An fast jedem Wochenende im November ist bereits ein Termin eingetragen: Schulbesichtigungen. Diese sind natürlich immer samstags vormittags und triezen dann auch zu früherem aufstehen und in die Gänge kommen. Zudem hilft es meiner Argumentation, mir nichts weiter vorzunehmen, denn übertreibe ich es an den Wochenenden, bin ich die halbe Woche später kaum für etwas zu gebrauchen.

4. Winterzeit! 😀 Ja, seit heute herrscht endlich wieder Normalzeit und das macht es mir doch wesentlich einfacher morgens meine Schreibzeit richtig auszuweiten. Ich kann also theoretisch morgens eine ganze Stunde mehr schreiben, zusätzlich noch im Zug. Damit sollte mein Tagespensum also durchaus zu schaffen sein.

Ich stürze mich dann also ab Dienstag in das Schreibvergnügen und werde auch sicher hier ab und an von mir hören lassen!

Meine Blogposts zu den anderen beiden Malen findet ihr übrigens unter NaNoWriMo 🙂