#NaNoWriMo-Abspann

Mit Ach und Krach habe ich es in diesem Jahr geschafft, 50.000 Worte in 30 Tagen zu schreiben. Es war mein bisher schwierigster NaNoWriMo. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Mein Alltag ist seit letztem Sommer viel straffer organisiert und entsprechend anstrengender.

Im letzten Jahr habe ich noch erfreut festgestellt, wie viel Zeit ich den Tag über wirklich zum Schreiben zusammenkratzen konnte. Es ging ohne Probleme. Ich hatte meine geplanten Schreibzeiten und es lief.
Dieses Jahr war es nicht möglich, meine Schreibzeit morgens auszuweiten. Ich stieß das erste Mal in der Winterzeit an meine Grenzen; ich schaffte es nicht, früher aufzustehen. Und so gestaltete sich das Schreibziel von 1.666 Worten am Tag schwierig. Hinzu kamen die leider derzeit häufigen Verspannungskopfschmerz- und Migräneattacken, die Scheiben tageweise unmöglich machten.
Geholfen hat nur, mir die restliche Schreibzeit, die ich außerhalb meiner Regulären im Zug brauchte, zu gönnen und zwei kurze Schreibpausen am Tag einzulegen. Das hat mich davor bewahrt, den NaNoWriMo aufzugeben.

Nun stehe ich zwar als Gewinnerin da, aber sollte es das nächste Mal genauso in meinem Alltag aussehen, werde ich den NaNoWriMo nicht mitmachen. Denn leider war es dieses Mal leider ein zusätzlicher Stressfaktor, statt entspanntes Schreiben.
Doch zumindest kann ich meine Monsterjäger jetzt ganz in Ruhe fertig schreiben 😉

 

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#NaNoWriMo-Vorbereitung: Monsterjäger Pitch und Prämisse

Klappentext

Maezaye DiVentin leidet unter Wahnvorstellungen. In manchen Gesichtern zeigt sich ihr eine Fratze statt eines menschlichen Antlitzes. Doch sie hat gelernt, damit zu leben. Dennoch gibt ihr dieses Phänomen Rätsel auf und noch immer klammert sie sich an die Vorstellung, geistig gesund zu sein. Als schließlich die Leiche eines Monsters gefunden wird, dessen Fratze denen gleich, die Maezaye sieht, gerät ihr Weltbild ins Wanken und sie macht sich auf die Suche nach Antworten.

 

Prämisse

 

 

#NaNoWriMo-Vorbereitung: Yincent DiVentin (Charakterinterview)

Heromachine: Vyncent Dankton
Heromachine: Vyncent Dankton

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Es klopft. Erst nach meiner Aufforderung öffnet sich die Tür und ein Mann Mitte Zwanzig tritt ein. Er ist in ein einfaches Hemd und eine Tunika mit symmetrischen Stickereien am Saum gekleidet, die fast das gleiche Rot aufweisen, wie auch seine Hose. Während er eintritt, räuspert er sich und greift nach seinem Waffengurt. Die Hand jedoch fährt ins Leere und hakt sich erst kurz darauf in den Gürtel ein; die Waffe, auf die er wohl seine Hand hatte legen wollen, hatte er bereits bei der Eingangspforte ablegen müssen.
„Einen von den Zwillingen gesegneten Abend, Informationsinspektorin“, grüßt er unsicher und räuspert sich noch einmal. Erst nach einer weiteren Aufforderung nimmt er platz. Der Blick seiner dunklen Augen schweift durch den Raum und straft den selbstsicheren Eindruck seiner sonst kräftigen Statur lügen.

Wie ist Euer Name?
„Yincent DiVentin, Jäger der Liga Quyrischer Sicherheit.“ Bei der Entgegnung strafft er sich und überspielt und Unsicherheit. Doch sein Fuß wippt unruhig.

Ein ungewöhnlicher Beruf. Aus welchem Grund habt ihr Euch der Liga Quyrischer Sicherheit angeschlossen?
Yincent lächelt charmant und reckt das Kinn. „Nun, der Beitritt zur Liga gehört sozusagen zur Tradition. Als ältester Sohn des Barons DiSolej-Ven war es mir eine Ehre meine Pflicht gegenüber der Familie zu erfüllen.“

Meinen Unterlagen geht hervor, dass Euch der Baron nicht als Sohn anerkennt, da er mit Eurer Mutter … Felicita DiVentin nicht im Ehebund stand. Stattdessen ist Euer Halbbruder Adalamus als einziges Kind vermerkt.
„Ja.“ Ein Räuspern folgt und in seinen bronzefarbenen Taint schleicht sich ein tieferer Rotstich. „Ich lege keinen Wert darauf, anerkannt zu werden. Die Familienehre zu wahren war mein einziges Anliegen, als ich der Liga beitrat.“

Wie steht Ihr zu Eurem Halbbruder?
„Nun, wir sind nicht die besten Freunde“, räumt er ein und räuspert sich erneut. „Aber er ist nun mal mein Halbbruder. Es liegt uns beiden am Herzen, miteinander auszukommen.“

Habt Ihr weitere Familie?
Yincent nickt. „Natürlich. Meine Mutter, mein Onkel und meine Cousinen leben ebenfalls hier in Anriel Port.“ Er wechselt die Sitzposition und fügt zögerlich hinzu: „Nun, um ehrlich zu sein, kenne ich keine weitere Verwandtschaft persönlich. Die Familie DiVentin stammt ursprünglich aus Velranca im Südosten Quyrillias. Dorthin hat es mich noch nicht verschlagen.“

Aus welchem Grund seid Ihr aus Drachenflug wieder nach Anriel Port zurückgekehrt?
„Ja, ich weiß, wie das aussieht“, entgegnet Yincent, hebt abwehrend eine Hand und fährt sich dann mit dieser über das Gesicht. „Aktive Mitglieder der Liga sollten sich weiter im Norden aufhalten, wo es wirklich noch Dämonen zu jagen gibt. Aber es gibt ihr einige …“ Er hält kurz inne. „Familienangelegenheiten zu regeln.“

Familienangelegenheiten?
„Nun ja, sehr Ihr“, beginnt er nach einem Zögern zu erklären. „Ich wollte natürlich meine Mutter besuchen und meine Cousine Maezaye leidet unter Wahnvorstellungen. Meine Berufung als Jäger der Liga könnte etwas Ruhe in ihren Geist bringen. Das … versicherte mir zumindest mein Onkel.“

Ich habe noch ein paar persönlichere Fragen, wenn Ihr gestattet. Was sind Eure Stärken und Eure Schwächen?
„Meine Stärken und Schwächen?“ In einer unsicher wirkenden Geste fährt er sich durch die Haare am Hinterkopf. „Nun ja, ich bin ein passabler Kämpfer aber ein miserabler Tänzer.“

Mit welchen Waffen könn Ihr umgehen?
„Ich bevorzuge mein Schwert“, entgegnet er und lehnt sich dabei wieder nach vorne. Ein charmantes Lächeln liegt nun auf seinen Lippen. „Für gewöhnlich befinden sich aber noch Wurfäxte, Messer und diverse andere Waffen an meinem Gürtel.“

Und der traditionelle Morgenstern der Liga?
Yincent räuspert sich. „Nun ja, den Dämonentilger führe ich natürlich ebenfalls. Allerdings gebührt ihm ein Ehrenplatz über meinem Kamin. Es ist ein Erbstück.“

Von Eurem Vater?
„Von meinem Mentor.“ Er legt seine Faust kurz an den Halsansatz und senkt den Blick. „Möge Minajeshka ihn geleitet haben.“

Mein Beileid. Eine letzte Frage: Was ist Eure Lieblingsfarbe?
„Meine …?“ Wiederholt Yincent irritiert und kratzt sich am Kopf. „Nun ja, ich denke Gelb? Wisst ihr, ich kann leider nicht jede Farbe erkennen.“

Vielen Dank für Eure Kooperation. Allerdings muss ich Euch bitten, Euch für weitere Fragen bereitzuhalten.
„Dann darf ich nun gehen?“, fragt Yincent sicherheitshalber nach und wartet auf die Bestätigung, ehe er sich erhebt, seine Weste zurecht zieht und sich höflich verabschiedet.

Song: Serenety – Inquity

#NaNoWriMo-Vorbereitung: Maezaye DiVentin (Charakterinterview)

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Die Klinke der Tür bewegt sich, dennoch dauert es mehrere Sekunden, ehe die Frau endlich eintritt. Ihr Blick schweift durch den Raum, fixiert die beiden Stühle, die vor dem Schreibtisch stehen. Als Erstes fällt mir der handtellergroße Pyrit auf, den sie in einer Kette eingefasst um den Hals trägt. Bedachten Schrittes geht sie mir entgegen und ordnet den grünen Mantel, der ihre Hosen wie ein langer Rock umflattert. Sie faltet die Hände und lächelt. „Einen von den Göttern gesegneten Abend“, grüßt sie knapp und wartet darauf, dass sie platz nehmen darf. Die Rüschen ihres Hemdes streifen über die Lehnen des Stuhls, als sie sich setzt und beide Hände flach auf die Lehnen legt ohne sich anzulehnen. So schaut sie mir mit unruhigen grünen Augen entgegen und wartet auf die angekündigten Fragen.

Wie ist Euer Name?
„Maezaye DiVentin“, entgegnet die Frau und schaut zu, wie ich den Namen notiere. Mit einem Finger reibt sie sich über die blasse Narbe an ihrem Kinn, die sich hell von ihrer Haut abhebt und die auch die Strähnen ihrer roten Haare nicht verbergen können. „Gestattet mir eine Frage“, beginnt sie und wirft einen Blick auf das Namensschild auf dem Schreibtisch. „Informationesinspektorin Gordon. Welchem Zweck genau dient diese Befragung?“

Es handelt sich um eine allgemeine Datenerhebung. Die Daten dienen nur Eurer Charakterisierung und werden für nichts anderes verwendet.
Meazays runzelt die Stirn, nickt aber.

Ihr habt Familie?
Maezaye nickt erneut. „Sicher. Mein Vater Erest DiVentin, meine Schwester Tiziana DiVentin. Ebenfalls in unserem Hause zu Gast sind derzeit meine Tante Faelicita DiVentin und ihr Sohn, mein Cousin, Yincent DiVentin.“

Eure Mutter lebt nicht in Eurem Hause?
„Meine Mutter verstarb vor einigen Jahren bei einem tragischen Unfall“, entgegnet Maezaye sachlich und lächelt. Ihre Finger umfassen die Stuhllehne jedoch etwas fester.

Mein Beileid. Was ist Eure Berufung?
Maezayes Lächeln wirkt eingefroren, als sie antwortet. „Bedauerlicherweise war es mir nicht erlaub, mein Studium der arkanen Künste nach dem Tod meiner Mutter weiterzuführen. Derzeit habe ich keine Berufung.“

Wie finanziert Ihr Euch?
„Mein Vater betreibt ein florierendes Handelsgeschäft.“

Ich habe noch ein paar persönlichere Fragen, wenn Ihr gestattet.
Ein spöttischer Zug umspielt das Lächeln. „Waren die letzten Fragen nicht bereits persönlich genug?“

Was sind Eure Stärken und Eure Schwächen?
„Als Stärke dürfte sicherlich mein Verstand gelten“, entgegnet Maezaye nüchtern. „Meine offensichtlichste Schwäche ist sicherlich mein mentaler Hintergrund.“

Verstehe. Ihr wart die letzten Jahre in therapeutischer Behandlung?
Es dauert einen Augenblick, ehe sich die Antwort einen Weg durch das festgefrorene Lächeln gesucht hatte. „Das ist kein Geheimnis.“

Aus welchem Grund?
Das Lächeln fällt in sich zusammen. Maezayes Finger zeichnet erneut die Narbe nach, ehe sie sich nach vorne beugt. „Verzeiht, Informationesinspektorin Gordon, doch da Ihr wisst, dass ich eine Therapie genieße, ist Euch sicherlich ebenfalls der Grund dafür geläufig.“

Halluzinationen. Doch vielleicht könntet Ihr das näher spezifizieren?
„Ich sehe in manchen Gesichtern hin und wieder irreale Fratzen“, erklärt Maezaye knapp. Ihr Tonfall wird zwar kühl, ihre Haltung im Gegenzug jedoch entspannter, nachdenklicher.

Seit wann habt Ihr diese Halluzinationen?
„Seid meiner Kindheit.“

Hattet ihr diese bereits vor dem tragischen Unfalltod Eurer Mutter?
„Ja.“ Maezaye verengt die Augen und fährt sich erneut mit dem Zeugefinger über ihre Narbe. „Und falls Eure nächste Frage lautet, ob diese Halluzinationen im Zusammenhang mit dem Tod meiner Mutter stehen, so lautet auch diese Antwort: Ja.“

Eine letzte Frage: Was ist Eure Lieblingsfarbe?
Irritiert blinzelt Maezaye und richtet den Oberkörper wieder gerade auf. „Grün“, entgegnet sie und betrachtet mich kritisch. „Ein klares und sattes Grün

Vielen Dank, für Eure Kooperation. Allerdings muss ich Euch bitten, Euch für weitere Fragen bereitzuhalten.
„Weitere Fragen?“ Die Skepsis über dies Warnung schlägt sich nicht nur in ihrer Stimme nieder. Wieder werden ihre Augen enger und sie neigt sich nach vorne.

Wie gesagt: Es ist ein reines Routineverfahren.

Maezaye nickt und erhebt sich. „Nun, nichts gegen Euch, werte Informationsinspektorin, doch ich hoffe, es werden keine weiteren Fragen zu meiner Person aufgeworfen und eine weitere Begegnung mit Euch bleibt mir erspart“, entgegnet sie freundlich und verabschiedet sich. Wieder hält sie mit der Klinge in der Hand inne, als warte sie auf etwas, ehe sie die Raum verlässt.

Song: Stream of Passion – Autophobia

Was mir der #NaNoWriMo2016 gebracht hat

Was nehme ich aus dem NaNoWriMo dieses Jahr eigentlich mit?
Ich muss gestehen, ich glaube, diese Frage habe ich mir danach noch nie gestellt. Die bisherige Antwort war einfach: ein fast fertiges Buch. Das ist es auch dieses Mal. Aber da sind noch ein paar andere Erkenntnisse gewachsen.

So lange ich mit dem Zug zu meinem Brotjob pendeln muss, habe ich eigentlich immer Zeit zum Schreiben. Was aber dennoch nichts daran ändert, dass ich diese Zugschreiberei hasse. Deswegen führe ich das nicht als reguläre Schreibzeit ein. Außerdem ist der Zug derzeit wirklich meine einzige Möglichkeit, auch Bücher zu lesen. Zuhause fehlt mir da leider meistens die Konzentration.
Aber sollte ich wirklich mal in den Konflikt geraten, einen Termin einhalten zu müssen, weiß ich, dass ich diese Puffer nutzen kann.

Onlinekommunikation kostet Zeit. Ich hätte so gerne mehr mit den anderen Teilnehmern in meinem Autorenforum geplaudert und ausgetauscht, mich mehr mit deren Werken beschäftigt und mich vielleicht auch endlich mal in der NaNoWriMo-Community noch genauer umgeschaut. Aber das kostet Zeit, die ich schlicht während des NaNoWriMo nicht erübrigen kann. Vielleicht dann, wenn die Kinder etwas pflegeleichter sind.

Es tut mir nicht weh, mit den Kindern um acht ins Bett zu verschwinden. Ein bisschen Zeit für mich habe ich dann noch, wenn ich mir vielleicht noch eine (halbe) Folge einer Serie auf dem Handy per Stream anzuschauen – eben, bis ich merke, dass ich lieber schlafen möchte. Dadurch habe ich weit weniger den morgendlichen Kampf, auch wirklich aufzustehen, weil ich schreiben möchte.

So gehe ich dieses Mal also mit 51.045 Worten und ¾ des Plottes aus dem NaNoWriMo heraus und werde das Buch hoffentlich in den nächsten Wochen erst einmal zu Ende schreiben. Damit wäre auch der zweite Band von meiner Weltensaga geschrieben 🙂 Dank NaNoWriMo!

#NaNoWriMo2016: Gewonnen!

Manchmal kann es doch so schnell gehen. Gestern morgen saß ich da und starrte mit nahenden Kopfschmerzen und steifem Nacken auf das Manuskript auf meinem Laptop. Es fehlte noch knapp 2.400 Worte. Mein Tagesschnitt an Werktagen war ca. 2.000, der an den Samstag leider doch weniger. Doch ich wusste, am Sonntag hätte ich keine Zeit zum Schreiben und wollte ich den Sieg wirklich bis Montag herauszögern? Obwohl ich doch diese letzten Worte, bis zum Ziel, in den zwei Stunden Fernsehzeit der Kinder schaffen konnte … Nein! Also musste ich abwägen: Einen gemütlichen Platz in meinem Wohnzimmersessel, mit dem ich vielleicht den Kopfschmerzen entgehen konnte, aber Ultrabeschallung von allen Seiten hatte, die sogar mit Kopfhörern schlecht abhalten konnten. Oder einen unbequemen und ruhigen Platz im Schlafzimmer, um mich wenigstens konzentrieren zu können, der aber sicherlich letztlich Kopfschmerzen heraufbeschwören würde.
Meine Wahl fiel auf die Ultrabeschallung, denn das Letzte, was ich wollte, war noch einen Tag mit Kopfschmerzen verbringen zu müssen. Also saß ich da und klickte jede klassische Musik beiseite, die mit mein Mediaplayer bescherte, denn nur Metal war in der Lage, mich einigermaßen von Fernseher, Kindern und einem an seinem PC plaudernden Mann abzuschotten. Und siehe da: Es klappte! Zwar schielte ich immer wieder auf die Wortzahl, um abzuwägen, ob ich mit der nächsten Szene, vielleicht das Ziel erreichen würde. Doch nein. Es wurden zwei Szenen, drei und eine vierte. Und dann, plötzlich, wurde ich am Ende der vierten Szene belohnt: 50.090 Worte! Ich hatte es geschafft! Ich hatte meinen dritten #NaNoWriMo bestritten und gewonnen!

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Und jetzt freue ich mich darauf, den Montag einfach Schreibfrei zu machen und danach einen angenehmeren Rhythmus anzunehmen, bei dem ich nicht jeden Tag meinen Laptop mit in den Zug schleppen muss! Denn mein Manuskript will schließlich noch fertig werden 🙂

#NaNoWriMo2016: Warum tue ich mir das an?

Nachdem nun bereits ⅔ des NaNoWriMo um sind und ich auch feststelle, dass mir allmählich die Luft ausgeht, muss ich mir doch die Frage stellen: Warum tue ich mir das eigentlich an? Warum versuche ich, 30 Tage lang in allen möglichen freien Minuten ein paar Worte zusammenzukratzen um dann am Ende mit mindestens 50.000 Worten dazustehen?

Eigentlich gibt es dazu gleich zwei Antworten 🙂

1. Es ist ein Test für mich selbst, wie viel Zeit ich eigentlich wirklich zur Verfügung habe, wenn ich sie mir wirklich nehme. Und ja, es ist mehr, als gedacht. Zwar schieße ich nicht wirklich oft über 2.000 Worte am Tag hinaus, aber es gibt wirklich nur einen einzigen Wochentag, an dem ich bisher das Tagespensum von 1.667 Worten nicht geschafft habe: Samstags.
Im Großen und Ganzen ist das aber durchaus verkraftbar. Und ja, ich habe trotzdem zwischendrin sogar noch ein kleines Bisschen Zeit in die Glotze zu starren und dabei zu stricken.

2. Es ist das Konzentrieren auf eine einzige Sache und das tut gut! Ich kann mich diese 30 Tage einfach ganz auf das Schreiben einlassen und tue einfach mal nichts anderes. Klar, ich habe noch andere Hobbys und wenn ich mein Tagespensum am Morgen schon erledigt habe, kann ich am Nachmittag/Abend ein paar Minuten noch lesend oder strickend verbringen. Aber das Hauptaugenmerk liegt genau dort, wo ich es nun brauche und haben möchte: beim Schreiben.

 

Stand 20.11.2016: 37.184 Worte